Ist Star Trek am Ende? Unser 7 Punkte-Plan zur Rettung von Star Trek


Schock-Therapie oder Exitus?

Warum „neuer Wind“ nicht automatisch die Segel füllt

Ist Star Trek am Ende? Oder wird es gerade nur „neu erfunden“, bis man es nicht mehr wiederkennt?

In unserem Podcast fliegen bei diesem Thema regelmäßig die Fetzen. Während die einen jede „Sektion 31“-Action-Gülle als mutigen Genrebruch feiern, frage ich mich: Wie viel Respektlosigkeit verträgt ein Franchise, bevor es seine Seele verliert? Ein Audience Score von 16 % (ja, ich schaue dich an, Sektion 31!) kommt nicht von ungefähr. Das ist kein „Hate“ von ein paar Ewiggestrigen – das ist ein kollektives Organversagen der Fanbase.

Der Versuch einer Abrechnung mit der sogenannten „Schock-Therapie“.

 

Das Märchen von der „frischen Brise“

Es gibt dieses bizarre Argument, ein respektloser Umgang mit dem Kanon sei gut, weil er „das Alte durchrüttele“. Ganz ehrlich: Wenn ich mein Haus renoviere, reiße ich nicht die tragenden Wände ein, nur um mal „was ganz Neues“ zu probieren.

Wer den Markenkern opfert, um bloß modern oder „edgy“ zu wirken, der verwässert das, was uns Nerds über Jahrzehnte bei der Stange gehalten hat. Zerstörung von Identität ist keine Weiterentwicklung. Es ist einfach nur Zerstörung. Wer behauptet, Provokation allein sei schon ein kreativer Wert, verwechselt lautstarkes Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit echtem Storytelling.

Frankentrek: Das Problem mit dem Stückwerk

NuTrek wirkt oft wie ein schlechtes Buffet: Ein bisschen John Wick-Action, eine Prise Marvel-Humor, garniert mit Sci-Fi-Klischees aus der Resterampe.

  • Das Ergebnis: Ein ungenießbares Stückwerk ohne eigene Identität.

  • Das Problem: Wenn die Macher nur schauen, was woanders gerade läuft, vergessen sie völlig, was Star Trek einzigartig macht.

Wir brauchen keine Ironie als Selbstzweck. Wir brauchen keine Charaktere, die zwischen flachem Klamauk und düsterer Tragik hin- und herpendeln, bis man als Zuschauer ein emotionales Schleudertrauma bekommt.

Sieben-Punkte-Plan zur Rettung von Star Trek
Sieben-Punkte-Plan zur Rettung von Star Trek

Der 7-Punkte-Plan zur Rettung des Franchise

Damit wir nicht komplett auf den totalen Warp-Kernbruch zusteuern, hier mein Vorschlag zur Güte (und zum Überleben von Trek):

  1. Zurück zum Markenkern: Star Trek ist Humanismus, Fortschritt und Utopie. Wenn ich Dystopie und „jeder-ist-sich-selbst-der-Nächste“ sehen will, gucke ich die Nachrichten oder The Expanse.

  2. Echte Geschichten statt Nostalgie-Porn: Hört auf, alte Charaktere nur als Clickbait in Trailer zu schneiden. Gebt ihnen was zu tun oder lasst sie in Würde ruhen!

  3. Gedankliche Tiefe: Star Trek war mal das Franchise für moralische Dilemmata. Heute lösen wir Probleme meistens mit mehr Phasern oder mehr Geflenne. Wir brauchen wieder intellektuelles Futter!

  4. Tonale Konsistenz: Entscheidet euch! Wollt ihr eine ernsthafte Sci-Fi-Serie sein oder eine Parodie? Beides gleichzeitig funktioniert nur in den seltensten Fällen.

  5. Charakter-Entwicklung statt Trauma-Dump: Ein Charakter wächst durch Taten und Erkenntnisse, nicht dadurch, dass er in jeder zweiten Folge seine tragische Backstory referiert.

  6. Dialog mit den Fans: Nein, ihr müsst nicht jedes Fangeschrei bedienen. Aber wer die treueste Fanbase der Welt als „Hater“ abtut, nur weil sie Qualität einfordert, hat das Business nicht verstanden.

  7. Qualität vor Quantität: Wir brauchen keine 20 Ableger, die alle irgendwie „okay“ sind. Gebt uns eine Serie, die wieder richtig knallt, weil sie exzellent geschrieben ist!

Fazit: Leuchtturm oder Nebelkerze?

Star Trek war historisch gesehen eine Quelle für Hoffnung und Neugier. Wenn die Verantwortlichen es schaffen, diese Tradition nicht als Ballast, sondern als Superkraft zu begreifen, dann hat die Utopie noch eine Chance. Wenn wir aber weiterhin nur lautstarkes Marketing und „Schock-Effekte“ bekommen, dann gute Nacht, Marie.

Was denkt ihr? Können wir die Gräben zwischen „Old-School“ und „NuTrek“ noch zuschütten, oder ist der Kahn schon längst gegen den Asteroiden gesegelt?

Just my 2 Cents. LLAP Chris


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