Sing mit mir | Diese Musicalfilme sind besser als La La Land!

Wer genau so abge­turnt von Ryan Gosling ist, wie ich, der sollte jetzt schnell weiter lesen. Ich weiß nämlich wirk­lich nicht, was alle an dem finden. Aber anscheine­nend ist er ein Aller­welts­lieb­ling mit einem schiefen Lächeln. So ist auch der neue Kassen­schlager “La La Land” in aller Munde, weil er dort die Arien schwingt. Zum Glück gleicht Emma Stone alles wieder aus. 😉

Ich liebe Musi­cals. Und es gibt weitaus bessere Musi­cal­f­ilme als La La Land. Als Kind war mir Gesang in Filmen total pein­lich. Ich glaube, so habe ich das Gefühl des Fremd­schä­mens zum ersten Mal erlebt. Es fing an mit Disney­filmen, in denen munter geträl­lert wurde und ich Schnee­witt­chen dafür hasste, dass sie nicht einfach die Vögel still beob­achten konnte.

Irgend­wann im Teen­ager-Alter wurde dann alles anders. Eine völlig neue Welt tat sich mir auf. Da ich selber das Singen ange­fangen hatte und ich in Berüh­rung mit Musical-Noten kam, entfachte in mir eine laute, dyna­mi­sche Melodie und ich konnte sie nicht stoppen! Das Musical-Me war geboren.

So sang ich als Chris­tine vom Phantom der Oper und tanzte mit den Katzen aus Cats. Selbst Serien, die ich liebe sind in den Genuss gekommen, eine musi­ka­li­sche Episode drehen zu dürfen. Die Musi­calf­olge “Once More With Feeling” aus Buffy ist in meinen Augen ein wahres Meis­ter­werk (Achja, dass ich James Mars­ters die Hand schüt­teln durfte wollte ich hier einfach mal erwähnen, weil es irrwit­ziger Moment war, in dem ich nur dachte “Oh Gott, ich singe ‘Rest In Peace’ immer laut­hals im Auto mit!” 😀 ).

Natür­lich sind Musi­cals live ein ganz anderes Erlebnis, als einen Film zu schauen. Bisher habe ich erst vier Musi­cals live gesehen (das Beste war “Tanz der Vampire”). Es gibt natür­lich neben den großen Broadway -Musi­cals auch klei­nere Musi­cals, die sehr sehens­wert sind und viel Charme versprühen.

Neben der Musik finde ich die Kostüme und das Bühnen­bild immer sehr inter­es­sant. Ich habe schon öfter darüber nach­ge­dacht, aus meinen alten Roll­schuhen ein Star­light-Express Kostüm zu machen.. ;D Hat sowas in der Art schonmal jemand von Euch gemacht? Falls ja, freue ich mich über Bilder und Erfah­rungs­be­richte!

Aber bevor ich jetzt weiter in den Bereich Theater abschweife, erkläre ich Euch noch kurz, warum verfilmte Musi­cals genau so toll sind, wie Live­mu­si­cals:

  • du kannst zwischen­durch auf Pause machen um aufs Klo zu gehen
  • du kannst im Onsie und mit Decken und Kissen auf dem Sofa kuscheln
  • du kannst ganz laut mitsingen!
  • Pizza!

Das war jetzt nichts Neues, ich weiß. Aber es sind vier gute Argu­mente. Falls ihr also mal auf den Geschmack kommen wollt und ein cooles Musical gemüt­lich vorm TV sehen möchtet, dann sind das hier meine Empfeh­lungen für euch:

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  • Der kleine Horror­laden

In diesem Stück geht es um Seymour Krel­born, der im Blumen­laden seines Chefs ziem­lich ausge­beutet wird. Als er bei einem Chinesen eine außer­ge­wöhn­liche Pflanze kauft, verän­dert sich plötz­lich sein ganzes Leben und einige Menschen verschwinden spurlos.. Dieser Film von 1986 ist wirk­lich gute Unter­hal­tung und ich wäre einer Neuver­fil­mung aber nicht abge­neigt. Schließ­lich werden klas­si­sche Monster immer wieder auf die Lein­wand geholt, nicht zuletzt durch Kong: Skull Island. Warum nicht also auch eine gigan­ti­sche, hung­rige, fleisch­fres­sende Pflanze? Yum yum yum.

 

  • West Side Story

Eine klas­si­sche “Romeo & Julia”- Geschichte. Damit ist die Story auch erklärt, nur dass es nicht in Verona spielt, sondern in einer ameri­ka­ni­schen Groß­stadt, in der zwei riva­li­sie­rende Gangs, die Jets und die Sharks, um ihr Revier kämpfen. Der Film aus den 1957er Jahren bringt viel Klasse, Pomade und flotte Songs mit sich. Ein Musical mit viel Herz­schmerz, das niemals alt wird. Ok, es gefällt sicher nicht jedem, aber es ist eins meiner Alltime-Favoirits. (Außerdem sind die Klamotten echt fesch.)

 

 

  • Les Misé­ra­bles

Zum ersten Mal habe ich die Geschichte von Victor Hugo in einem “Lustigen Taschen­buch” gelesen. Dort war sie natür­lich sehr verein­facht darge­stellt und mit sieben Jahren kapiert man die Fran­zö­si­sche Revo­lu­tion nicht so leicht. “Die Elenden” begeg­neten mir dann ein paar Jahre später wieder und packten mich mit ihren trau­rigen, eupho­ri­schen und eindring­li­chen Liedern. Die Geschichte der verschie­denen Personen wird beson­ders eindrucks­voll in der neusten Verfil­mung darge­stellt und zeigt unter anderem einen gesangs­starken Hugh Jackman und eine mitrei­ßende Anne Hathaway.

  • Phantom der Oper

Ein Mann, der sich in einem Theater vor der Öffent­lich­keit versteckt, weil sein Gesicht nicht zeigen kann. Schade eigent­lich, weil Gerard Butler das Phantom in der Verfil­mung von 2004 spielt. Ich habe den Film damals zusammen mit meiner Mutter im Kino geschaut und es war einfach wunder­schön. Ok, ok. Das ist so ein rich­tiger Mädchen­film irgendwie. Aber irgendwie auch nicht. Die meisten Lieder aus diesem Musical sind sehr bekannt, aber genau diese, sind nichtmal die besten. Ein Film voller Span­nung, Feuer und einer Frau, die zwischen Vernunft und Leiden­schaft hin- und herge­rissen wird. (Wer kann schon einem Mann wider­stehen, der so singt?)

 

  • Und mehr und mehr und mehr…

Ich könnte diese Liste jetzt noch weiter ausführen. Diese letzten vier kommen mir bei dem Thema als Erstes in den Sinn.

Natür­lich gibt es noch weitere, tolle Musi­cals: The Rocky Horror Picture Show, Mamma Mia, Moulin Rouge, Burlesque, Grease, Sweeney Todd, Corpse Bride, Into The Woods, Chicago.. und so weiter und so fort.

 

Welche findet ihr am Besten? Manche Verfil­mungen sind viel­leicht auch nicht so gut gelungen? Findet ihr Live-Musi­cals besser als Verfil­mungen?

Schreibt es mir bei Face­book, bei Insta­gram oder bei Nerdi­zismus 🙂